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Jubelndes Finale mit Pauken und Trompeten

Montag 19. September 2011


Ein fulminanter Abschluss der “Trigonale” mit Händels “Messias” in Tanzenberg.

Händels große musikalische Erzählung des christlichen Heilsgeschehens, von der Prophezeiung über die Geburt, Passion und Auferstehung, bis hin zur Wiederkehr des Messias am Tag des jüngsten Gerichts, bildete den fulminanten Abschluss der heurigen Trigonale in der Seminarkirche Tanzenberg.

Der enorme Publikumszuspruch belegte jeden verfügbaren Sessel und selbst die zur Seite geschobenen Kirchenbänke waren besetzt. Der Fülle der Hörer stand allerdings eine recht schmale Besetzung am Podium gegenüber. Ganz im Gegensatz zu den legendären Händel-Spektakeln anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten, wo man mit Hundertschaften an Musikern und Sängern auffuhr, begnügte sich die Trigonale mit zwei kleinen Spezialensembles aus der historisch-barocken Szene. Als Instrumentalisten “Arte dei Suonatori” aus Polen und ein aus Experten für Vokalmusik des 16. bis 18. Jahrhunderts zusammengesetztes englisches Doppelsextett namens “Trinity Baroque”. Einander abwechselnd bestritt jedes Ensemblemitglied (mit durchaus unterschiedlicher Güte) solistische Nummern und gemeinsam intonierten sie die chorischen Passagen. Die Führung durch die auf Englisch angelegte Geschichte des “Messiah” lag in den Händen von Daniela Ivanova, einer aus Bulgarien stammenden Bratschistin der Wiener Philharmoniker, die auch als Dirigentin zu reüssieren versteht. Mit kalkulierter Dramaturgie nahm sie Tempo aus dem ersten Teil, um nach der Pause umso betonter auf die Höhepunkte hin zu dynamisieren. Das Konzept ging voll auf. Und so gab es schon nach dem berühmten “Halleluja” am Ende des zweiten Teiles ungehemmten Applaus samt Pfiffen und sogar Zugabe-Rufen.

Teil drei mit den gediegenen Arien, vor allem für einen beherzten Bass, bei der die Toten von einer Tromba zum Leben erweckt werden, gewann auch durch den Einsatz von Pauken und Trompeten und vor allem die jubelnden Schlusschöre. Die allermeisten, welche die fast drei Stunden Nettospielzeit (ohne ziemlich lange Pause) ausgeharrt hatten, stimmten einen frenetischen Publikumsjubel an.

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